Philosophie

In dem 14 ha großen Waldstück, in dem sich das Waldbegräbnis befindet, ticken die Uhren anders.
Diese Bäume haben schon viele Generationen von Menschen erlebt, haben gesehen, wie Kinder erwachsen wurden, ergraut und zu Greisen wurden.
Die Bäume die hier die Verbindung zwischen Himmel und Erde schaffen, dürfen ihr natürliches Alter erreichen. Wer hier im Wald spazieren geht, spürt die Kraft und Ruhe, die besondere Atmosphäre dieses Ortes.

„Es war der schönste Wald, den ich gekannt,
mit einem fremden, reichen Märchenleben.
Mohnblüten brannten rot an seinem Rand,
und Rehe tranken abends aus den Gräben.

Nur ein paar kurze Sommerstunden sah
ich kinderglücklich jene alten Buchen.
Und doch, ich weiß es: ist mein Sterben nah,
werd ich im Traum noch nach dem Walde suchen.“
~ Agnes Miegel